Blasenoperation
Blasenkrebs umschreibt die Entwicklung eines bösartigen Tumors an der Schleimhaut der Blase. Tumore in Niere und Blase machen sich erst in einem relativ späten Stadium bemerkbar, sehr oft werden sie zufällig bei einer Ultraschall-Untersuchung oder im Rahmen der Krebsfrüherkennung entdeckt. Bei Männern ist Blasenkrebs nach Lungen- und Prostatakrebs die dritthäufigste Krebsform.
Tumore müssen umgehend chirurgisch entfernt werden. Oberflächlich wachsene Neubildungen können meist elektrochirurgisch via Zystoskop (Instrument zur Blasenspiegelung) entfernt werden. Wenn erneute Tumore auftreten, müssen Blasenspülungen mit Chemotherapeutika erfolgen.
Bei Tumoren, die in die Blasenwand wachsen, muss die Blase ganz entfernt werden. Es wird ein künstlicher Harnausgang angelegt, durch den sich der Urin in einen Beutel entleert. Auch ein Ersatz der Blase durch ein Stück Darm ist möglich. Nach der Operation wird meisten kombiniert bestrahlt und mit Medikamenten behandelt (Chemotherapie). Bei weit fortgeschrittenen Erkrankungen mit bereits bestehenden Tumorablegern in anderen Organen bleibt die Therapieoption der kombinierten Chemotherapie. Unter dieser Therapieoption ist eine Heilung jedoch nicht mehr möglich.