Geschäftsjahr 2021: Spital Muri trotz Herausforderungen in der Gewinnzone
Mit einem Gewinn von rund 4,7 Millionen Franken liegt das Ergebnis deutlich über dem Budget und 5,3 Millionen Franken über dem Vorjahr. Die EBITDA-Marge beträgt starke 11,2 % (Vorjahr 7,3 %). Mit 7’398 stationären und 78'072 ambulanten Fällen wurden gute Resultate erzielt.
Das Jahr 2021 war erneut stark vom Pandemiegeschehen geprägt. Die Folgen waren unter anderem Ressourcenknappheit von Personal und Materialien, zahlreiche und unvorhergesehene Arbeitseinsätze oder Operationsverschiebungen. Auch der Betrieb der Covid-19-Abklärungs- und Impfstation als eines von vier strategischen Impfzentren im Kanton Aargau verlangte aufgrund der stark schwankenden Nachfrage eine hohe organisatorische Anpassungsfähigkeit. «Die Belastung für unser Personal war konstant hoch. Ich bin beeindruckt von der Leistung und dem grossen persönlichen Engagement unserer Mitarbeitenden und dankbar für ihren unermüdlichen Einsatz für unsere Patientinnen und Patienten», so CEO Dr. med. Daniel Strub.
Stabiles Wachstum
Trotz dieser Herausforderungen verlief das Jahr 2021 für das Spital Muri finanziell erfreulich. Mit 7’398 Fällen (+ 2%) im stationären und 78'072 Fällen (+ 37%) im ambulanten Bereich war die Auslastung hoch. Bei den ambulanten Fällen wurde ein Rekordwert verzeichnet. Im hohen Wert sind rund 20’000 Corona-Abklärungsfälle enthalten. Durch dieses Wachstum der Leistungen sowie den höheren Schweregrad bei den stationär behandelten Patienten erreichte auch der Umsatz einen neuen Höchstwert. Der Betriebsertrag konnte auf 112,6 Millionen Franken gesteigert werden.
Neben dem starken Wachstum im ambulanten Bereich trugen folgende Faktoren zur positiven Abweichung bei: Ertrag aus stationären Covid-19-Fällen, periodenfremde Erträge durch den Kanton Aargau für die im Zusammenhang mit Covid-19 angefallenen Zusatzkosten des Jahres 2020, hoher Case Mix Index (CMI), hohe Bettenauslastung sowie hohe Auslastung der Intensivpflegestation.
Gemeinsam für unsere Patientinnen und Patienten
Im Zentrum der Unternehmensentwicklung stand im vergangenen Jahr das Programm FOKUS 21. In diesem Programm wurden parallel Projekte zu den Themen Controlling, medizinisches Angebot, Prozessmanagement und Organisationsentwicklung bearbeitet.
Eine wesentliche Folgerung aus dem Projekt Organisationsentwicklung ist der Entscheid, einen Bereich «Klinischer Betrieb» zu schaffen. Damit sollen die Querschnittsprozesse rund um die Patientin und den Patienten optimiert und vereinfacht werden.
Auch im Bereich des medizinischen Angebots hat sich einiges getan. Gemeinsam mit dem Kantonsspital Baden (KSB) haben wir unser onkologisches Angebot ausgebaut und unser gemeinsames Brustzentrum wurde mit dem Zertifikat «Q-Label» ausgezeichnet. Mit der Eröffnung des Ambulatoriums Löwen entstand auf dem Areal der pflegimuri ein erster Aussenstandort unseres Spitals.
Mit der Übernahme der gynäkologischen Praxis in Bremgarten von Dr. Peter Käch verfügt das Spital Muri unter der Marke «Frauenärzte Bremgarten» über einen weiteren Aussenstandort mit Anbindung an unser Spital.
Im Oktober hat die Clienia Gruppenpraxen AG auf unserem Areal ihren ersten Standort im Aargau eröffnet und ergänzt so unser eigenes Angebot mit einer breiten Palette an psychiatrischen und psychologischen Dienstleistungen.
Der Jahresbericht erscheint am 4. Mai 2022 in elektronischer Form.