Geschäftsgang des Spitals Muri im Pandemiejahr 2020 übertrifft die Erwartungen.
Das budgetierte Defizit von MCHF 4,8 wurde um MCHF 4,2 unterschritten. Das Spital Muri erzielte lediglich einen Verlust von MCHF 0,6. Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) betrug CHF 7,5 Mio., was einer EBITDA-Marge von 7,33 % (Vorjahr 6,59 %) entspricht. Die pandemiebedingten Zusatzkosten belaufen sich auf rund MCHF 1,9.
Gegenüber dem Vorjahr waren die Patientenzahlen im Jahr 2020 rückläufig. Im Zeitraum zwischen 6. März 2020 und 27. April 2020 wurden «nicht dringend angezeigte medizinische Eingriffe und Therapien» ausgesetzt. Durch diese bundesbehördliche Anordnung nahm die Anzahl stationärer Patientinnen und Patienten um 4,34 % gegenüber dem Vorjahr ab. In der Geburtenabteilung kamen dennoch mehr Babys zur Welt: 649 Säuglinge wurden im Spital Muri geboren. Insgesamt 7’249 stationäre sowie 57’168 ambulante Patientinnen und Patienten vertrauten auf die medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Leistungen des Hauses.
Das Jahr 2020 stand ganz im Zeichen der COVID-19-Pandemie, die ab März 2020 das Tagesgeschäft bestimmte. Der behördliche Stopp nicht dringlicher Eingriffe wirkte sich stark auf die Auslastung vieler Abteilungen aus. Ab März 2020 fielen wesentliche Zusatzkosten wie auch Ertragsausfälle an, die bisher nicht entschädigt wurden. Aufgrund von COVID-19 konnten viele Projekte und Unterhaltsarbeiten nicht durchgeführt werden. Dementsprechend wurde das Budget im übrigen Betriebsaufwand um über MCHF 2,0 unterschritten.
Der Jahresbericht erscheint am 7. Mai 2021 in elektronischer Form.