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Finanzbericht 2025

Das Spital Muri erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn von 2,1 Millionen Franken und eine EBITDA-Marge von 6,9 Prozent (Vorjahr 7,3 Prozent). Dies dank dem engagierten Einsatz aller Mitarbeitenden, einer restriktiven Kostensteuerung und hoher Budgetdisziplin. Mit 7315 stationären Fällen, 27 405 Notfällen und 127 988 ambulanten Konsultationen und Therapien blieb die Auslastung gegenüber dem Vorjahr insgesamt zufriedenstellend. Für eine langfristig finanzielle Gesundheit und Stabilität sind jedoch weitere Rentabilitätssteigerungen mit wiederkehrend höheren Gewinnen notwendig. Die 2025 angekündigte neue Angebotsstrategie ist auf Kurs und soll zu nachhaltigen Ergebnisverbesserungen beitragen.

Vorwort Jasmin Wirth, Chief Financial Officer

Unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen erzielte das Spital Muri im Geschäftsjahr 2025 einen moderaten Gewinn. Für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung sind zusätzliche Ergebnisverbesserungen notwendig. Die Anpassung des medizinischen Angebots, welche der demografischen Entwicklung und der damit einhergehenden veränderten Nachfrage der Bevölkerung entspricht, zeigt mit der ersten stufenweisen Erhöhung der akutgeriatrischen Bettenkapazitäten bereits positive Auswirkungen auf das Ergebnis. Eine weiterhin sorgfältige Umsetzung der Angebotsstrategie und stetige Optimierungen bleiben wichtige Grundsteine für eine nachhaltige finanzielle Entwicklung des Spital Muri und damit der langfristigen Sicherstellung der medizinischen Gesundheitsversorgung im Freiamt und in der Umgebung.

Die Belegung der betriebenen Betten konnte auf 88,0 Prozent gesteigert werden (Vorjahr 84,0 Prozent). Damit blickt das Spital Muri erneut auf eine gute und zufriedenstellende stationäre Auslastung zurück. Im Vorjahresvergleich gingen die stationären Fallzahlen leicht zurück (-4,1 Prozent). Hauptgrund dafür ist die erneut gesunkene Zahl der Geburten auf 373 (Vorjahr 511) mit entsprechenden Auswirkungen auf den Umsatz.

Im Bereich der ambulanten Konsultationen und Therapien verzeichnete das Spital Muri einen Zuwachs auf 127 988 Konsultationen (Vorjahr 127 680). Die Zahl der Notfälle von 27 405 Fällen (Vorjahr 28 826) sowie die Anzahl Operationen von 5190 (Vorjahr 5662) hingegen waren leicht rückläufig. Die mittlere Aufenthaltsdauer von 4,23 Nächten (Vorjahr 4,22 Nächte) sowie der Case-Mix-Index – ein Indikator für die Komplexität und Schwere der behandelten Patientenfälle – blieben relativ stabil bei 0,911 (Vorjahr 0,919).

Im Jahr 2025 wurde das medizinische Leistungsangebot des Spitals Muri angepasst. Mit der vom Stiftungsrat verabschiedeten Strategie 2025-2029 richtet das Spital Muri seinen Blick konsequent nach vorn und steuert aktiv seine Zukunft. Ihre konsequente Umsetzung ist entscheidend, um die notwendige Rentabilität zu erreichen und die finanzielle Basis zu sichern – als Grundlage für eine erfolgreiche und nachhaltige Weiterentwicklung. Die Erreichung einer EBITDA-Marge von 10 Prozent gilt es daher strikt zu verfolgen, um die anstehenden Investitionen finanzieren und das Spital Muri in die Zukunft führen zu können.

Kennzahlen

Erfolgsrechnung

Das Spital Muri erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Gewinn von CHF 2.1 Mio. und eine EBITDA-Marge von 6.9 %.

Erfolgsrechnung nach Swiss GAAP FER
  2025
CHF
2024
CHF
Stationärer Patientenertrag 73 230 590 76 931 445
Ambulanter Patientenertrag 37 521 671 37 519 939
Anderer betrieblicher Ertrag 8 158 362 8 480 369
Betriebsertrag 118 910 623 122 931 753
Materialaufwand / Medizinischer Bedarf -18 412 662 -19 616 259
Personalaufwand -79 704 615 -81 038 085
Anderer betrieblicher Aufwand -12 533 741 -13 266 478
Betriebsergebnis vor Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) 8 259 605 9 010 931
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Abschreibungen auf Sachanlagen -5 825 150 -6 911 801
Abschreibungen immaterieller Anlagen -258 585 -215 244
Betriebsergebnis vor Zinsen (EBIT) 2 175 870 1 883 885
Finanzertrag 3 520 14 886
Finanzaufwand -106 550 -219 567
Finanzergebnis -103 030 -204 680
Ordentliches Ergebnis 2 072 840 1 679 205
Betriebsfremde Liegenschaften: Ertrag 51 476 51 264
Betriebsfremde Liegenschaften: Aufwand -781 -4 728
Betriebsfremde Liegenschaften: Abschreibungen -20 318 -20 322
Betriebsfremdes Ergebnis 30 377 26 214
Periodenerfolg 2 103 217 1 705 419
Rechnungsergebnis
  2025
CHF
2024
CHF
Ertrag 118 965 618 122 997 903
Aufwand -116 862 402 -121 292 484
Ergebnis 2 103 217 1 705 419

Bilanz

Das Umlaufvermögen nahm im Jahr 2025 um CHF 1.7 Mio. ab, das Anlagevermögen reduzierte sich um CHF 3.4 Mio. Im gleichen Zeitraum sank das Fremdkapital um CHF 7.2 Mio. Das verzinsliche Fremdkapital verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um CHF 8.0 Mio. auf neu CHF 5.0 Mio.

  31.12.2025
CHF
31.12.2024
CHF
Aktiven    
Umlaufvermögen 26 806 534 28 501 732
Anlagevermögen 62 575 867 66 006 163
Total Aktiven 89 382 401 94 507 895
Passiven    
Kurzfristiges Fremdkapital 10 025 971 9 503 250
Langfristiges Fremdkapital 6 884 803 14 636 234
Eigenkapital 72 471 628 70 368 411
Total Passiven 89 382 401 94 507 895

Ausblick

Die anhaltend angespannte geopolitische Lage birgt weiterhin erhebliche Risiken. Störungen von Transportwegen, steigende Zölle sowie Angriffe auf Energieinfrastrukturen beeinträchtigen die Funktionsfähigkeit internationaler Lieferketten und führen zu höheren Beschaffungskosten für Medikamente, medizinisches Material und technische Komponenten.

Zur Sicherstellung der Versorgung wird es zunehmend erforderlich, auf alternative Produkte auszuweichen und die Lagerbestände zu erhöhen, was zusätzliche Kosten verursachen kann. Darüber hinaus könnte die auf nationaler Ebene diskutierte Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung zusätzlicher staatlicher Ausgaben – insbesondere für die AHV und sicherheitspolitische Aufgaben – finanzielle Auswirkungen haben, da diese nur verzögert und möglicherweise nicht vollständig in den Tarifen berücksichtigt werden können.

Bei der Verhandlung von Tarifen stützen sich Versicherer und Leistungserbringer grundsätzlich auf die Kostenbasis des jeweiligen Leistungserbringers ab. Kostenminderungen sind somit ein wichtiges Element, um die Tarife und damit die Kosten des Gesundheitswesens, welches einerseits über Versicherungsprämien aber auch über Steuern finanziert wird, tief zu halten. Finanzielle Optimierungen bleiben daher aus volkswirtschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht weiterhin unerlässlich, um die Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens und die Versorgungssicherheit langfristig gewährleisten zu können.

Die Gesundheitsstrategie des Kantons Aargau formuliert zahlreiche Ziele für das Gesundheitswesen. Ein wichtiges Ziel stellt die integrierte Versorgung für die Bevölkerung dar. Das Spital Muri engagiert sich zusammen mit anderen regionalen Vertretern des Gesundheitswesens aktiv für eine integrierte Versorgung im Freiamt.