MRI

Die Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, ist eine moderne Untersuchung, die gänzlich ohne Röntgenstrahlung arbeitet. Sie steht seit Beginn der 80er Jahre zur Verfügung und wird seit 2011 auch in Muri eingesetzt.

Basis der MRT ist ein Magnetfeld, nach dem sich alle Protonen ausrichten. Mit Hilfe von elektromagnetischen Impulsen kann kurzzeitig auf die Ausrichtung eingewirkt werden. Die daraus resultierenden Signale können von hochempfindlichen Empfängern detektiert und als Bild ausgewertet werden. Der Patient liegt dabei in einer offenen und beleuchteten Röhre. Je nach Untersuchungsregion ist der Oberkörper des Patienten ausserhalb des Gerätes. Die Untersuchung dauert in der Regel 20 bis 40 Minuten. In dieser Zeit werden dauernd die magnetischen Impulse ausgewertet. Die Messungen verursachen erheblichen Lärm, gegen den die Ohren jedoch durch Kopfhörer oder Ohrstöpsel geschützt werden. Als Ergebnis gewinnt man hochpräzise Schichtbilder des menschlichen Körpers.

Bei etlichen Untersuchungen verabreicht das Radiologiefachpersonal ein spezielles und sehr gut verträgliches Kontrastmittel über einen Venenzugang am Arm; bei speziellen Fragestellung wird das identische Kontrastmittel in den Gelenksraum gespritzt. Dadurch kann die Aussagekraft einer solchen Untersuchung nochmals erheblich gesteigert werden.

Das Verfahren eignet sich besonders gut zur Darstellung der Weichteile, der Brust, der inneren Organe sowie des Gehirns und der Wirbelsäule.

Was ist zu beachten?

Das Magnetfeld zieht alle magnetischen Gegenstände im Untersuchungsraum an; weiter verschlechtern bereits kleinste Metallteile die Bildqualität. Darum sind alle Metallteile vor der Untersuchung zu entfernen (Zahnprothesen, Schmuck, Haarnadeln, Brillen, Hörgeräte und Münzen). Neuere Gelenkprothesen und Implantate sind heute MRT-tauglich.

Wann kann die Untersuchung nicht durchgeführt werden?

Kontraindikationen gegen eine MRT-Untersuchung sind sämtliche elektronische Implantate, d.h., Herzschrittmacher, Neurostimulatoren und Insulinpumpen. Vorsicht ist geboten bei intraoperativ vor wenigen Monaten eingebrachten Metallclips. Sollte keine MRT durchgeführt werden können, steht in den meisten Fällen eine alternative Untersuchungsmöglichkeit nach Ermessen des Radiologen zur Verfügung