Nachbehandlungsschemata Chirurgie - Spital Muri

Magen-Darm-Krankheiten

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Dickdarmspiegelung (Koloskopie)

 

Weshalb eine Dickdarmspiegelung?

Damit lassen sich die Erkrankungen des Dickdarms zuverlässig erfassen und teilweise auch behandeln.

Wie läuft die Untersuchung ab?

In der Regel wird eine Beruhigungsspritze in die Armvenen verabreicht. In bestimmten Momenten kann sonst die Untersuchung sehr schmerzhaft sein. Ein biegsames Instrument (das Endoskop) wird durch den gereinigten Dickdarm eingeführt und bis zur Mündung des Dünndarms vorgeschoben. Dabei wird die Schleimhaut genau betrachtet. Krankhafte Veränderungen werden so zuverlässig erkannt. Spezielles Zubehör ermöglicht es, kleine Gewebeproben zur genaueren Untersuchung zu entnehmen.

Welche zusätzlichen Eingriffe sind bei der Dickdarmspiegelung möglich?

Es ist möglich, dass anlässlich der Spiegelung ein oder mehrere Polypen (meist gutartige Schleimhautwucherungen) festgestellt werden. Da solche Veränderungen nach Jahren die Gefahr des Übergangs in einen bösartigen Tumor in sich tragen, werden sie meist im selben Untersuchungsgang mit einer elektrischen Schlinge abgetragen (Polypektomie), ohne dass dies für Sie schmerzhaft ist.

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Für die Spiegelung des Dickdarms erfordert es eine gründliche Reinigung des Darmes. Diese kann nur erfolgen mit der Einnahme von Abführmitteln, dafür erhalten sie ein separates Blatt. Das Ziel ist, dass durchsichtige Flüssigkeit und keine festen Stuhlanteile mehr im Stuhl vorhanden sind. Immer bleibt die Flüssigkeit noch gelb gefärbt. Während der ganzen Zeit dürfen Sie klare Flüssigkeit trinken. Während dieser Zeit gibt es eine Diät. Bei Untersuchungen am Nachmittag dürfen sie ein kleines Frühstück einnehmen.

Welche Risiken sind mit diesem Eingriff verbunden?

Die rein diagnostische Untersuchung und die Entnahme von Gewebsproben sind komplikationsarm (0,2%). Bei einer Polypenabtragung können aber trotz grösster Sorgfalt in seltenen Fällen Komplikationen wie Verletzung der Darmwand bis hin zum Durchbruch (Perforation) (1-2%) oder eine Blutung (5%) auftreten. Sehr selten wird wegen einer Komplikation eine Operation erforderlich (1-2%).


Magenspiegelung (Gastroskopie)

 

Weshalb dieser Eingriff / diese Behandlung?

Der Eingriff ist dann notwendig, wenn Veränderungen im Bereich von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm vermutet oder bereits festgestellt wurden. Diese erfordern möglicherweise eine Behandlung, die endoskopisch durchgeführt werden kann.

Wie läuft die Untersuchung ab?

In der Regel wird eine Beruhigungsspritze in die Armvenen verabreicht. Ein biegsames Instrument (das Endoskop) wird durch den Mund in die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm eingeführt. Spezielles Zubehör ermöglicht es, kleine Gewebeproben zur genaueren Untersuchung zu entnehmen. Dies verursacht keine Schmerzen. Sie werden während und nach der Untersuchung überwacht.

Welche zusätzlichen Eingriffe sind bei der Magenspiegelung möglich?

  • Behandlung von Krampfadern der Speiseröhre
  • Aufweitung/Dehnung einer Verengung in der Speiseröhre
  • Abtragung von Polypen
  • Einlage einer Nährsonde in den Magen (siehe separates Blatt)

Welche Vorbereitungen sind nötig?

Für die Untersuchung/Behandlung muss der obere Verdauungstrakt frei von Speisen sein. Daher sollten Sie am Untersuchungstag nüchtern sein, Essen bis am Vorabend, Klare Flüssigkeit darf bis ca. 4 Stunden vor der Untersuchung eingenommen werden auch mit Zucker. Falls Sie Blutverdünnungsmittel oder aspirinhaltige Präparate einnehmen oder falls Sie Diabetiker sind, besprechen Sie bitte die genaueren Vorbereitungen im Voraus mit Ihrem Arzt.

Welche Risiken sind mit diesem Eingriff verbunden?

Komplikationen sind bei einer einfachen Magenspiegelung sehr selten (0,2%). Es kann aber im Zusammenhang mit einem der beschriebenen Eingriffe zur Infektion (3-5%), einer Blutung (5%) oder zu einer Verletzung der Wand (Perforation) (< 5%) kommen. In bestimmten Fällen hat dies eine Operation zur Folge.

Wie verhalte ich mich nach der Untersuchung?

Essen und trinken ist in der Regel direkt nach der Untersuchung möglich. Durch die Beruhigungsspritze wird die Reaktionsfähigkeit etwas reduziert. Sie dürfen gleichentags keine Fahrzeuge lenken oder Maschinen bedienen und sollten auch keine rechtsgültigen Unterschriften leisten.
Treten nach der Untersuchung/Behandlung Bauchschmerzen oder andere Befindlichkeitsstörungen (z.B. Schwindel, Übelkeit, Erbrechen) auf oder tritt Blut aus dem After aus (meist in Form von schwarzem dünnflüssigem Stuhl), informieren Sie unverzüglich uns, Ihren Arzt.